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Gesundheitswesen | 10.04.18 | minute(s) reading time
NEMO: Der nächste Schritt bei Bewegungsstörungen

Cor Mulder

Marketing Manager

Das Projekt „NEMO: Der nächste Schritt bei Bewegungsstörungen“ ist eine einzigartige Kooperation des Universitätsklinikums Groningen (UMCG) und ZiuZ Medical B.V. aus Gorredijk. Das innovative ZiuZ steht als Unternehmen an vorderster Front bei der Entwicklung fortschrittlicher Technologien für visuelle Intelligenz. Die Forschungsgruppe von Prof. Dr. Marina de Koning-Tijssen am UMCG konzentriert sich auf die Diagnose und Behandlung von hyperkinetischen Bewegungsstörungen. Durch die Zusammenführung des Fachwissens von Prof. Dr. de Koning-Tijssen und des technischen Knowhows von ZiuZ wurden neue und verbesserte Möglichkeiten zur Diagnose und Behandlung hyperkinetischer Bewegungsstörungen geschaffen.

 

Sowohl Kinder als auch erwachsene Patienten, die an hyperkinetischen Bewegungsstörungen leiden, sind mit ausgeprägten und unwillkürlichen Bewegungen wie Tremor, Dystonie, Chorea oder Myoklonien belastet. Es kann schwierig sein, den richtigen Bewegungsstörungstyp zu diagnostizieren, da die Symptome ähnlich erscheinen und mehrere Bewegungsstörungen gleichzeitig auftreten können. Bei einer falschen Diagnose kann die Behandlung wirkungslos sein oder sogar negative Folgen haben. Prof. Dr. de Koning-Tijssen: „Um den korrekten Typ einer unwillkürlichen Bewegung zu bestimmen, ist Fachwissen unabdingbar, weshalb die Diagnose häufig von einer ausgewählten Gruppe von Spezialisten gestellt wird. Aber selbst in der Praxis sind sich diese Spezialisten oftmals nicht einig.“ Darüber hinaus verfügen Allgemeinkrankenhäuser häufig nicht über diese Spezialisten, so dass Patienten für eine korrekte Diagnose in die Universitätskliniken gebracht oder den Spezialisten Videos gesendet werden müssen. Das Ergebnis sind lange Wartezeiten an den Universitätskliniken. Das NEMO-Projekt vereint das Fachwissen von UMCG und ZiuZ Medical. Gerrit Baarda, Gründer und Inhaber von ZiuZ: „Ziel ist es, Kenntnisse über die Verwendung künstlicher Intelligenz zu erlangen, um die Erstellung der Diagnose und die Behandlung hyperkinetischer Bewegungsstörungen zu unterstützen. Dies wird letztendlich auch in Allgemeinkrankenhäusern die Diagnose von Bewegungsstörungen ermöglichen.“ Die Entwicklung eines computergestützten Diagnosewerkzeugs (CAD) entspricht somit der Vision und der Mission von ZiuZ: Mithelfen, um soziale Probleme zu lösen und die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Ziel des dreijährigen NEMO-Projekts ist es, einen Machbarkeitsnachweis, den ‘Proof of Principle‘ für ein CAD-Tool zu erreichen. Baarda: „Ein einzigartiger Aspekt des NEMO-Projekts besteht darin, dass 50 Probanden mit mindestens einer der sieben Bewegungsstörungen eingeladen werden, um dabei zu helfen, den ‘Proof of Principle‘ zu erlangen. Ihre Bewegungen werden mithilfe von Bewegungssensoren, Elektromyografie (EMG) und 3D-Videoaufnahmen gemessen. Das Ziel von ZiuZ ist die Entwicklung des CAD-Tools anhand dieser Daten.“ Das NEMO-Projekt wird aus der Europäischen Union kofinanziert vom Fonds für regionale Entwicklung (über SNN, Nordniederländische Allianz) und der Provinz Friesland.

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